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Für einen faulen Fan
Written by mazirki   
Wednesday, 19 May 2010

1.
Tief bewegt sein ist was schönes,
besser ist sich selbst bewegen,
also lass Dich hier von mir nicht
an den Liederschnuller legen!
Revolutionäre Stimmung lutschen
bin ich überdrüssig.
Kampfbetonte Lieder
sind in echten Kämpfen überflüssig.

2.
Sol ich etwa mit dem Maulwerk
und mit Schlägen auf der Klampfe
Dir die Taten tuten, die Du selbst
nicht tust im Klassenkampfe?
Wenn Du das von mir erwartest
geh nach haus und komm nicht wieder
Lieder machen nicht Geschichte,
die Geschichte macht sich Lieder!

3.
Und der Liedermacher macht aus
rotgetünchten Triefgestalten
keine Barrikadenkämpfer,
die die rote Fahne halten.
Also laß Dich hier von mir nicht
an den Liederschnuller legen.
Tief bewegt sein ist was schönes
besser ist: Sich selbst bewegen!

Wolf Biermann

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Alles hin macht der Mai
Written by mazirki   
Monday, 10 May 2010

Mein Handy ist kaputt.

Mein PC ist kaputt. 

Bitte schick mir deine Nummer und eMail-Adresse. Meine sind gleich geblieben. 

Danke! 

TIPP! eMail-Adresse nicht hier posten. 

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Hoch der 1.Mai
Written by mazirki   
Saturday, 01 May 2010

Die Internationale

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stets man noch zum Hungern zwingt.
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit den Bedrängern.
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
Alles zu werden, strömt zuhauf!

Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht.

Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte,
Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!

In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste der Partei'n
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muss unser sein;
Unser Blut sei nicht mehr der Raben
und der mächt'gen Geier Fraß!
Erst wenn wir sie vertrieben haben
dann scheint die Sonn' ohn' Unterlass!

Gewölbe, stark und fest bewehret
die bergen, was man dir entzog.
Dort liegt das Gut, das dir gehöret
und um das man dich betrog.
Ausgebeutet bist du worden!
ausgesogen bis aufs Mark!
Auf Erden rings, in Süd und Norden,
das Recht ist schwach, die Willkür stark!

Abscheulich blähn sich diese Götzen,
die Herrn von Schacht und Eisenbahn.
Sie machten unser Blut zu Schätzen,
sie haben unser Gut vertan.
In Stahltresoren liegt's vergraben.
Wann machen wir die Rechnung glatt?
Das Volk will ja nur wiederhaben,
was man dem Volk gestohlen hat.

Die Herrscher machten uns betrunken.
Der Zauber muss zu Ende sein.
Drum werft ins Heer der Freiheit Funken!
Dann schlägt es mit dem Kolben drein.
Wenn sie uns zwingen, die Barbaren,
Soldat zu spielen noch einmal,
wir werden unsre Kugeln sparen

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